Satzung

 

Satzung

Stand: 16. November 2020

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen: Verein der Freien Waldorfschule Dessau e.V.

  2. Er hat seinen Sitz in Mosigkau, einem Stadtteil der Stadt Dessau-Roßlau.

  3. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden und führt dann den Zusatz „e.V.“

  4. Das Geschäftsjahr ist das Schuljahr.

§ 2 Zweck

  1. Der Zweck des Vereins ist die Förderung von Bildung und Erziehung auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners sowie die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe.

  2. Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Mittelbeschaffung für den Verein „Verein der Freien Waldorfschule Halle e.V.“. Dieser hat die von dem Verein beschafften Mittel zum Betrieb der Waldorfschule Dessau einzusetzen. Hierzu zählen die Förderung:

    1. von Bildungsveranstaltungen zur Entwicklung und Verbreitung des Verständnisses der Waldorfpädagogik

    2. der Aus- und Fortbildung von Waldorflehrerinnen und -lehrern sowie von Waldorferzieherinnen und -erziehern im In- und Ausland

    3. der wissenschaftlichen Forschungsaufgaben auf dem Felde der Waldorfpädagogik, u.a. durch Beschaffung von Spendenmitteln für den Bund der Freien Waldorfschulen e.V.

    4. von Schülern und Schülerinnen sowie des Schulbetriebes.

§ 3 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

  2. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden.

  3. Die vom Verein unterhaltenen Einrichtungen sind jedermann zugänglich. Die Aufnahme eines Kindes in die Waldorfschule hängt nicht von der Höhe des Elternbeitrages ab, denn die Sondierung nach Besitzverhältnissen der Eltern widerspricht dem sozialen Anliegen des Vereins.

  4. Wer für den Verein tätig ist, kann eine angemessene, pauschale Vergütung erhalten. Daneben ist auch ein reiner Auslagenersatz möglich. Die haushaltsrechtlichen Belange des Vereins sind zu berücksichtigen. Näheres regelt ein Beschluss der Mitgliederversammlung, des Vorstandes oder eine Gebührenordnung.

  5. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben im Falle des Ausscheidens oder der Auflösung oder Aufhebung des Vereins keinen Anspruch an das Vereinsvermögen; geleistete Beiträge und sonstige Zuwendungen können nicht zurückgefordert werden.

  6. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. Sach- und Geldspenden an den Verein dürfen nicht an Bedingungen geknüpft werden.

§ 4 Mitgliedschaft

  1. Ordentliche Mitglieder und Fördermitglieder des Vereins können werden: volljährige, natürliche und juristische Personen, die den Zweck des Vereins unterstützen wollen und die Aufnahme beim Vorstand schriftlich beantragen.

  2. Mitglieder nach § 4 (1) entrichten einen jährlichen Beitrag gemäß Beitragsordnung. Die Beitragsordnung des Vereins ist durch die Mitgliederversammlung zu beschließen.

  3. Die Mitgliedschaft endet:

    1. durch Abgabe einer schriftlichen Austrittserklärung

    2. durch Tod

    3. bei Ausschluss durch Beschluss des Vorstands, wenn das Mitglied gegen die Interessen des Vereins grob fahrlässig oder vorsätzlich verstoßen hat. Vor dem Beschluss ist das betroffene Mitglied zu hören. Gegen den Beschluss auf Ausschluss kann das betroffene Mitglied bei der nächsten Mitgliederversammlung Beschwerde einlegen.

§ 5 Organe

  1. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§ 6 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt und wird vom Vorstand einberufen. Dazu lädt der Vorstand die Mitglieder spätestens 3 Wochen vor der geplanten Mitgliederversammlung unter Bekanntgabe der vorläufigen Tagesordnung ein. Die Einberufung erfolgt schriftlich an die zuletzt mitgeteilte Anschrift. Ist eine E-Mail-Adresse des Mitglieds mitgeteilt, kann die Einladung dieses Mitgliedes auch an die zuletzt benannte E-Mail-Adresse erfolgen, wenn es nichts anderes schriftlich gegenüber dem Verein bestimmt hat.

  2. Anträge zur Tagesordnung unter Beschlussfassung können von den Mitgliedern beim Vorstand bis spätestens 14 Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich eingebracht werden.

  3. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie satzungsgemäß einberufen wurde. Beschlüsse werden von der einfachen Mehrheit der anwesenden Mitglieder getroffen. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimme. Änderungen der Satzung bedürfen eines Beschlusses von mindestens ⅔ der anwesenden Mitglieder.

  4. Die Mitgliederversammlung kann nach Bedarf einen oder mehrere Rechnungsprüfer*innen einsetzen, um den Jahresabschluss der Geschäfte des Vereins zu prüfen.

  5. Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu erstellen, aus dem sich die Beschlüsse sowie die Abstimmungsverhältnisse ergeben. Das Protokoll ist vom Protokollführer oder der Protokollführerin und von der Versammlungsleitung zu unterzeichnen und innerhalb von 6 Wochen nach der Mitgliederversammlung bekannt zu geben.

  6. Beschlussfassungen und Wahlen erfolgen offen. Blockwahlen sind zulässig. Die Mitgliederversammlung kann abweichende Verfahren beschließen.

  7. Fördernde Mitglieder haben kein Stimmrecht.

§ 7 Vorstand

  1. Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB besteht aus 3 bis 5 Mitgliedern des Vereins, die jeweils von der Mitgliederversammlung auf zwei Jahre gewählt werden. Der Vorstand bleibt im Amt bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

  2. Es dürfen nur Mitglieder, die mindestens 1 Jahr dem Verein angehören, für den Vorstand kandidieren.

  3. Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins und verwaltet dessen Vermögen. Je zwei gewählte Vorstandsmitglieder vertreten den Verein gemeinsam.

  4. Zur Regelung seiner Aufgaben gibt sich der Vorstand eine Geschäftsordnung. Zur Erledigung der Aufgaben kann er einen Geschäftsführer bestellen.

  5. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor dem Ende seiner Amtsperiode aus dem Vorstand aus, können die übrigen Vorstandsmitglieder bis zur Durchführung von Neuwahlen ein Ersatzmitglied berufen oder das Aufgabenfeld wird vorübergehend von einem anderen Vorstandsmitglied übernommen.

  6. Der Vorstand kann Satzungsänderungen ohne die Zustimmung der Mitgliederversammlung vornehmen, soweit diese von Behörden aus formellen Gründen gefordert werden, aber nicht zu einer inhaltlichen Änderung der durch die Mitgliederversammlung beschlossenen Satzung führen.

§ 8 Auflösung des Vereins

  1. Der Verein wird durch Beschluss der Mitgliederversammlung aufgelöst, wenn in einer satzungsgemäß einberufenen Mitgliederversammlung mindestens ¾ der anwesenden Mitglieder für die Auflösung stimmen.

  2. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.